Psychotherapie für Kinder- und Jugendliche
Was ist Psychotherapie?
Children are not things to be molded but are people to be unfolded.
Psychotherapie ist eine wissenschaftlich fundierte und effektive Behandlung psychischer Erkrankungen sowie psychosomatischer Beschwerden.
Ziel ist es, seelisches Leiden zu lindern, Erkrankungen zu heilen oder zu stabilisieren und die Lebensqualität zu verbessern. Dabei kommen wissenschaftlich anerkannte Methoden zum Einsatz. Die therapeutische Arbeit orientiert sich am Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe.
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Was ist Verhaltenstherapie?
Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren der Psychotherapie. Sie basiert auf der Annahme, dass psychische Beschwerden durch erlernte Gedanken-, Gefühls- und Verhaltensmuster entstehen und durch gezielte Veränderung positiv beeinflusst werden können.
In Deutschland gibt es mehrere zugelassene Psychotherapieverfahren, darunter neben der Verhaltenstherapie auch die tiefenpsychologisch fundierte und die analytische Therapie. Diese Verfahren haben unterschiedliche theoretische Ausgangspunkte und entwickelten sich aus verschiedenen wissenschaftlichen Traditionen.
Im Rahmen der gesetzlichen Versorgung besteht freie Wahl zwischen den anerkannten Therapieschulen. In dieser Praxis arbeiten wir verhaltenstherapeutisch – lösungsorientiert, transparent und in enger Zusammenarbeit mit dem Kind, den Jugendlichen und ihrem Umfeld.
Wann kann eine Psychotherapie hilfreich sein?
Kinder und Jugendliche können aus unterschiedlichen Gründen psychotherapeutische Unterstützung benötigen. Dazu zählen unter anderem:
- Anhaltende Ängste oder übermäßige Sorgen
- Niedergeschlagenheit, Traurigkeit, Rückzug, Hoffnungslosigkeit oder Interessenverlust
- Traumatische Erlebnisse, akute Krisen oder starke Belastungssituationen
- Selbstverletzendes Verhalten
- Schlafprobleme
- Essstörungen
- Schädlicher Gebrauch oder Abhängigkeit von Drogen, Medikamenten oder digitalen Medien (z. B. Spiel- oder Internetsucht)
- Körperliche Beschwerden ohne klare organische Ursache (psychosomatische Symptome)
- Seelische Belastungen im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen (z. B. Asthma, Diabetes)
- Zwänge oder Tics
- Impulsives, aggressives, verweigerndes oder oppositionelles Verhalten
- Auffälligkeiten im Sozialverhalten (z. B. Schule schwänzen, weglaufen, stehlen, lügen)
- Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen (z. B. ADHS, ADS)
- Entwicklungsverzögerungen
- Einnässen oder Einkoten
- Auffällige oder belastende Persönlichkeitsmerkmale
Ablauf einer Psychotherapie
Anmeldung und Erstgespräch
Zunächst wird ein Termin für ein Erstgespräch vereinbart – die Kontaktaufnahme kann telefonisch, per Mail oder über das Kontaktformular erfolgen. Im Erstgespräch klären wir gemeinsam, welches Anliegen besteht, ob Hinweise auf eine psychische Erkrankung vorliegen und ob eine psychotherapeutische Behandlung sinnvoll erscheint.
Diagnostik
Wenn eine Psychotherapie indiziert ist, folgen zunächst mehrere sogenannte probatorische Sitzungen. Diese dienen dem gegenseitigen Kennenlernen und der umfassenden diagnostischen Einschätzung.
Im Rahmen der Diagnostik werden je nach Fragestellung standardisierte Fragebögen sowie psychologische Testverfahren eingesetzt. Bei Kindern und Jugendlichen gehört in der Regel auch ein Intelligenz- oder Leistungstest dazu, um auszuschließen, dass die bestehenden Symptome durch Über- oder Unterforderung im schulischen Kontext bedingt sind.
Um ein möglichst vollständiges Bild zu erhalten, ist es hilfreich, vorhandene Vorbefunde (z. B. Schulberichte, ärztliche Stellungnahmen, Berichte anderer Fachstellen) mitzubringen.
Am Ende dieser diagnostischen Phase werden die Ergebnisse und mögliche Behandlungsschritte ausführlich besprochen. Wenn eine ambulante Psychotherapie empfohlen wird, wird die Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragt.
Privat Versicherte sollten sich vorab bei ihrer Krankenkasse informieren, ob und in welchem Umfang die Kosten für eine psychotherapeutische Behandlung übernommen werden.
Therapie

